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Auto(V)Guider

Projekt VGuider

 

Vorgeschichte

 

Im September fuhr ich mit Jan Hattenbach und noch ein paar Sternwartenkollegen zu einem der dunkelsten Beobachtungsplätze in der Gegend.

Keine Frage, da musste die komplette Ausruestung mit und natuerlich sollten auch ein paar schoene Astrofotos gemacht werden.

Mit dabei waren ein kleines, schwarzes 127er Skywatcher Maksutov auf einer Astro5 mit 2Achsen-Steuerung und an der Gegengewichtsstange die 300D mit 400mm Tele.

Alles aufgebaut, Monti eingenordet, und es konnte losgehen.

Mein Kollege machte mich darauf aufmerksam, doch mal die ersten Bilder zu kontrollieren, da ich bis dahin auf die Nachfuehrung der Astro5 vertraut habe, visuell mit dem Mak gab es nie Probleme und das Objekt war immernoch nach langer Zeit an der selben Stelle im Okular. Doch was war das? Strichspuren!
Die Loesung war schnell erdacht, ein Autoguider muss her. Da mein Portemonnaie als Student relativ beschraenkt ist, suchte ich nach Alternativen zu Mgen & Co. Es sollte auch ein Stand-Alone Geraet sein, da mein Notebookakku schon die besten Zeiten hinter sich hat und ich moeglichst nur von einer Stromquelle abhaengig sein moechte (12V Akku)

Auf der Seite von Daniel Weitendorf wurde ich schließlich fuendig. Daniel hat einen Stand-Alone Guider zum Nachbauen entwickelt.

Den VGuider!

 

 

Bauarbeiten

 

Der VGuider arbeitet mit einer empfindlichen Videokamera oder -modul, die geaezte Platine und den programmierten Mikrocontroller kann man direkt bei Daniel bestellen und sind mit 28 Euro incl. Versand sehr guenstig. Das Teuerste an dem Guider ist eigentlich die Kamera. Sie schlaegt mit >60 Euro zu Buche, je nachdem welches Modul und wie empfindlich es sein soll. Ich habe mich nach dem von Daniel empfohlenen Modul mit 0,003lux gerichtet und bei einem bekannten Auktionshaus eine Watec 502B erstanden.

Die Baukosten kann man vorher nicht genau sagen, weil sie stark von der Qualitaet der Bauteile abhaengen. Bei mir kommen die Kosten etwa auf 150 Euro.

 

 

Hier die Hauptplatine mit den ersten Teilen


 

Nach der Bestueckung wurden zuerst an den wichtigsten Stellen Verbindungen angebracht


 

 

Das war die erste Testkonfiguration mit Watec (links), verkabelter Hauptplatine, und Netzteil


 

Die ersten Lebenszeichen!

(da ich keinen Fernseher zu Hause habe und das Display noch nicht da war musste der Beamer herhalten…)


 

Das Display ist endlich aus China gekommen (gerade mal 7,47 Euro !!!! +9 Euro Versand)

Im Hintergrund sieht man noch ein anderes Bastelprojekt von mir, das braucht aber noch etwas Zeit…


 

Jetzt konnte das Gehaeuse angepasst werden. Links daneben liegt der Anfang der ST4 Platine


 

Die ST4 Platine im Detail.

Am Anfang hat sie noch nicht funktioniert, was an der fehlerhaften Interpretation des Schaltbilds der Relais lag.


 

Jetzt konnte alles verkabelt werden, Platinen, ST4, LEDs, und Taster

Die beiden Schiebeschalter vorne waren dazu gedacht, die Richtung in RA/DEC umzukehren. Wurden dann aber wieder entfernt, da sie voellig nutzlos sind bzw. es dem Guider nach der Kalibrierung herzlich egal ist.


 

So sieht der VGuider jetzt aus

von Vorne:


…und von Hinten:


 

Das waren die ersten Trockenversuche mit dem Guider

(von l nach r: Refraktor 70/350, Astro5, Steuerung, VGuider)

chronologisch stimmt es nicht genau, die Trockenversuche habe ich schon vor dem eigentlichen Finish gemacht.


 

Und so sahen die ersten Steuerungsversuche aus.

Per Zufall habe ich die kleine Infrarot-LED in meiner Kuechenlampe entdeckt, die dafuer sorgt, dass man das Licht beruehrungslos anschalten kann.

Der kleine Refraktor wurde nun auf diese LED nachgefuehrt. Ihr werdet jetzt bestimmt denken, ist ja keine große Sache, die bewegt sich ja nicht…. Doch! Die Steuerung der Montierung hat eine eingebaute Nachfuehrung, die man nicht ausschalten kann. Der Guider muss also immer mindestens gegen die Nachfuehrung antreten. Das funktioniert sehr gut. Der Test am echten Sternenhimmel steht jedoch noch aus, wird aber natuerlich nachgereicht 🙂


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