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Luna Montierung

Projekt Luna11/12

 

Hier möchte ich über den Bau einer leichten Azimutal-Montierung berichten.
Sie sollte soll ein schnelles Beobachten – ohne schweres Gerät aufzubauen – durch meinem
kleinen Refraktor/Maksutov ermöglichen und ist im Design an die berühmte Giro angelehnt.

Die Montierung hat jedoch eine gewisse „Evolution“ durchgemacht bis sie jetzt so ist, wie sie ist.
– Der Erste Gedanke war ein simples Stück Alu-Rundmaterial, in das ein Querloch gebohrt werden sollte (D20).
Es sollte nur mit einer Klemmschraube ausgerüstet werden und einem M10 Gewinde, so dass es auf jedes GP/EQ Stativ passt.
Eine vorhandene Gegengewichtsstange mit TS-Klemme sollte benutzt werden.
Das hat sich jedoch als Fehler erwiesen, da
1. die simple Klemmung der Stange nicht die Gewünschte Leichgängigkeit zeigt und
2. die „Lagerung“ im Azimut nicht zufriedenstellend ist.
– Als erstes wurde das Konzept der Lagerung geändert,
in ein Zapfen-Loch Gleitlager.
– Da mir nicht gefiel, dass Alu auf Alu reibt, anderte ich es nocheinmal in eine Lagerung auf einem Kegelrollenlager mit Gleitlager für die Klemmung.
– Zuletzt wurde auch das Höhenlager überdacht und mit einem
„Gleit-Klemm-Lager“ aus Kunststoff versehen.
Nun konnte es an die Fertigung gehen.

Leider steht mir nur eine kleine Hobby-Drehmaschine in der Sternwarte Aachen zur Verfügung, deshalb musste ich eine Firma finden,
die mir Das Querloch (D30) bohrte.
Alles andere Konnte ich gut an der Drehmaschine fertigen.

Und Das kam dabei heraus:

Das ist der Fuss mit dem Kegelrollenlager und dem Lagerzapfen. Er wird auf dem Stativ festgeschraubt.


Das ist der Montierungskopf. Mann kann die beiden Klemmschrauben sehen und Das Kunststoff-Klemmlager der Höhenachse.


Hier sind alle Teile der Montierung zu sehen.
Die Rechte TS-Klemme kann auch durch ein Gegengewicht ersetzt werden. Oder man nimmt als Höhenachse eine vorhandene Gegengewichtsstange.
Die Spezielle Höhenachse musste sein, da die linke,schwarze Klemme nicht auf die normale Gegengewichtsstange passt.

So Sieht dann der Aufbau als Ganzes aus. Hier beim ersten Test am Himmel.


Fazit: Beim ersten Test oben war die Montierung ziemlich an ihrer Leistungsgrenze mit insgesamt deutlich über 10kg beladen.
Trotzdem läuft sie butterweich und lässt sich sehr leicht nachführen.

Der Name „Luna11“ setzt sich zusammen aus (Luna) weil silbergrau und es hört sich gut an und (11)Die Montierung wurde 2011 fertiggestellt.
Die Bauzeit erstreckte sich über mehrere Monate, insgesamt aber ca 40-50 Arbeitsstunden(incl. Planung) oder 4-5Tage ohne Materialbeschaffung.
Luna 12 :

Nach ca. einem Jahr seit der Herstellung wurde die Montierung nun einem „Update“ unterzogen.
Der Montierungskopf ist nun um einiges kürzer (ca.50mm!) und das Kegelrollenlager in der Azimutachse wurde durch ein fester sitzendes Gleitlager
aus POM ersetzt.
Dadurch ist die Montierung kompakter, leichter und noch reisetauglicher. Außerdem konnte die Präzision noch gesteigert werden.
Es ist jetzt auch möglich die Montierung zusammen mit der Astrotrack parallaktisch mit Nachführung zu betreiben…

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