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Mini Reise Dobson „Musca“

6″ Mini-Reise-Dobson „Musca“     Fliege

Per Zufall habe ich in der Schnäppchenecke ein günstiges 6″f4 GSO Spiegelchen gesehen. Sofort dachte ich, das wäre was für ein schönes Rucksacktaugliches Reise-Dobson.
Also gekauft…
Nach der Klausurphase hatte ich dann auch ein paar Tage Zeit
um den Plan in die Tat umzusetzen.


Ich möchte mal ein riesiges DANKESCHÖN an alle aus dem Astrotreff-Forum aussprechen die dort Ihre Selbstbauten und Berichte veröffentlichen.
Diese Ideenquelle ist unbezahlbar.
Dem will ich mich hiermit anschließen 🙂



Zuerst wurde der Plan gemacht, damit alles später zusammenpasst.
Die Zeichnungen auf die Multiplexplatten übertragen, und schon konnte ich mit der Stichsäge loslegen…



Die fertig ausgesägten Teile konnten nun verleimt werden.



Hier ist gerade das Verleimen der Gleitfläche an die Rockerbox zu sehen. Durch das beschweren mit einem Gegengewicht haben die beiden Teile überall schön Kontakt und sind so zu einem einzigen Bauteil geworden.



Der erste Aufbau nach dem Verleimen.
Jetzt kann man schon gut sehen wie es später aussehen soll.
Der Fangspiegelhalter und die Spinne wurden aber nochmal geändert.
Das rechteckige Design war zwar relativ einfach zu bauen, ist aber nicht so justierbar wie das konventionelle Design.



Die Teile wurden danach verschliffen und mehrmals lackiert bzw. gebeizt.
Die neue Spinne besteht aus Messingstreifen, die in der Mitte an ein Stück Alu-Vierkantröhrchen genietet sind.



So sieht nun das fertige Mini-Reise-Dobson aus.
Die Alu-Gitterrohre sind am Hutring in Paare an einen Kleinen Alu-Winkel genietet. Der Aufbau ist relativ filigran und selbst M3 Schrauben wären dafür zu groß.




Firstlight in der Sternwarte Aachen (Auf der Treppe :-))
Die Objekte waren: PanStarrs, Plejaden, Jupiter und Mond.
Das Bild ist super, schön hell, Vergrößerung bis 100+ ist ok, aber das schönste Bild (dafür ist er gemacht) gibt die Übersicht mit einem 20mm Okular (30fach)


Firstlight in der Sternwarte Aachen (Auf der Treppe :-))
Die Objekte waren: PanStarrs, Plejaden, Jupiter und Mond.
Das Bild ist super, schön hell, Vergrößerung bis 100+ ist ok, aber das schönste Bild (dafür ist er gemacht) gibt die Übersicht mit einem 20mm Okular (30fach)

Alles zusammen hat der Bau etwa 4 halbe Tage gedauert.
Als Fangspiegel habe ich einen alten 1,25″ Zenitspiegel benutzt, der noch zu Hause rumlag. Der Okularauszug ist ein Eigenbau den ich auf eBay gefunden habe. (Ich mag diese Drehauszüge nicht, und sonst gibts leider keinen ordentlichen in 1,25″) Ansonsten ist der Dobson aus 9 und 4 mm Multiplex-Platte und ein paar Aluprofilen gebaut.

Die Abmessungen sind ca. 25x25x14 cm, Das Gewicht mit Stangen 3,5kg.
Perfekt um zusammen mit z.B. Fleecejacke, Trinkflasche, Sternkarte, usw in einem nomalen Rucksack Platz zu finden

daher der Name „Musca“ (Sternbild Fliege) für ein Fliegengewicht 🙂


Update:
Mittlerweile hat mich der Dobson schon auf eine Reise in die Türkei begleitet. Leider beleuchten die dort Nachts mit Flutlichtstrahlern den leeren Strand. Deshalb war keine DeepSky Beobachtung möglich, aber Saturn und Mond sind ja auch ganz schön 😉

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